PTA

PLASMA-PULVER-AUFTRAGSCHWEISSEN​

Plasma-Pulver-Auftragschweißen – Moderne Beschichtungstechnologie

Plasma-Pulver-Auftragschweißen ist eine Weiterentwicklung der Lichtbogentechnologien. Durch die mechanische Verengung des Lichtbogens auf einen kleineren Bereich in Form einer konzentrierten Plasmasäule wird eine fokussierte Wärmequelle erzeugt. Der Vorteil gegenüber Lichtbogentechnologien liegt in der flacheren Wärmeeinflusszone, der geringeren Vermischung mit dem Grundmaterial, der schnelleren Kristallisation der Schweißauflage und der Verwendung von Zusatzmaterial in Pulverform mit spezifischer chemischer und phasischer Zusammensetzung, die bis zu 60 % Wolframkarbid enthält.

Dies ermöglicht Schweißauflagen mit deutlich höherer Haltbarkeit, geringem Grundmaterialanteil und minimalen Verformungen des Grundmaterials. Die Plasmatechnologie ist einfach zu automatisieren und hinterlässt eine glatte Beschichtungsoberfläche.

Vorteile des Plasma-Pulver-Auftragschweißens

  • Flachere Wärmeeinflusszone, die Verformungen des Grundmaterials minimiert.
  • Minimale Vermischung des Auflagenmaterials mit dem Grundmaterial.
  • Schnellere Kristallisation der Auflage, was ihre mechanischen Eigenschaften verbessert.
  • Möglichkeit der Verwendung von Pulvern mit hohem Wolframkarbidgehalt (bis zu 60 %).
  • Glatte Beschichtungsoberfläche, die oft keine zusätzliche Bearbeitung erfordert.
  • Einfache Automatisierung des Prozesses dank Plasmatechnologie.

Anwendungen der Technologie

Das Plasma-Pulver-Auftragschweißen findet breite Anwendung in verschiedenen Industriezweigen:

  • Industrielle Werkzeuge: Hämmer, Messer, Trommeln, Rollen und Walzen.
  • Baugeräte: Arbeitsflächen von Mischern und Förderern.
  • Bergbauindustrie: Regeneration und Schutz von Werkzeugen gegen Abrieb und Korrosion.
  • Energieindustrie: Schutz von Mühlenkomponenten und Staubleitungen.

Warum Plasma-Pulver-Auftragschweißen?

  1. Hohe Haltbarkeit: Die Schweißauflagen sind äußerst verschleiß- und korrosionsbeständig.
  2. Präzision: Möglichkeit zur Kontrolle der Dicke und chemischen Zusammensetzung der Beschichtung.
  3. Wirtschaftlichkeit: Minimale Verformungen des Grundmaterials senken die Kosten für zusätzliche Bearbeitung.
  4. Vielseitigkeit: Die Technologie ermöglicht das Auftragen von Auflagen auf Eisen-, Kobalt-, Nickelbasis sowie auf cermetalen Verbundwerkstoffen.

Zusammenfassung

Das Plasma-Pulver-Auftragschweißen ist eine fortschrittliche Technologie zur präzisen Anwendung langlebiger Beschichtungen. Dank seiner Vorteile wird es in verschiedenen Industriezweigen eingesetzt und bietet langfristigen Schutz für Maschinenkomponenten gegen mechanischen und chemischen Verschleiß.

Beschichtungsmaterialien

Nickel-, Kobalt- und Eisenbasierte Legierungen mit in situ Karbidausscheidungen oder ex situ Karbidzusätzen, Tribaloy, Hastelloy.

Eigenschaften der Schweißauflagen

Metallurgische Verbindung mit dem Grundmaterial, Grundhärte bis zu 750 HV, Verstärkungshärte bis zu 3200 HV (Verstärkungsanteil in der Matrix 60 %), glatte Oberfläche, minimaler Anteil des Grundmaterials in der Schweißauflage.

Anwendungen

Alle Werkzeuge, die durch Abrieb, Schlag und/oder Korrosion verschleißen können, wie Hämmer, Messer, Trommeln, Rollen, Walzen sowie Arbeitsflächen von Mischern und Förderern.

Ebenfalls einen Blick wert

Qualität oder Quantität - PTA-Plasma-Pulver-Auftragschweißen

In diesem Beitrag wird kurz der Einfluss von Prozessparametern auf die Qualität von Schweißauflagen erläutert, die mit der Plasma-Pulver-Auftragschweißmethode hergestellt werden. Wir zeigen auf, warum es sich lohnt, die Parameter zu optimieren und welche Risiken falsche Einstellungen mit sich bringen.

Hochgeschwindigkeitsflammspritzen HVOF/HVAF

Überschallbeschichtungen zeichnen sich durch hohe Qualität, Dichte und Haftung am Substrat aus. Sie sind beständig gegen Abrieb, Korrosion und hohe Temperaturen. Überschall-Spritzen wird in vielen Branchen eingesetzt, darunter Luftfahrt-, Energie-, Maschinenbau- und Automobilindustrie.

Flammspritzen

Das Flammspritzen ist eine Technik zum Auftragen von metallischen oder keramischen Beschichtungen auf ein Substrat mittels eines Stroms geschmolzenen Materials. Der Prozess umfasst das Erhitzen des Ausgangsmaterials in einem Brenner und das Beschleunigen mit Gas oder Luft auf hohe Geschwindigkeiten. Das Material trifft auf das Substrat und bildet eine Schutzschicht mit den gewünschten Eigenschaften.

Nach oben scrollen